News, Produkt | 26.06.2026

Siemens PLC mit MQTT verbinden: zwei Wege für jeden Tag, ohne Re-Engineering

So gelangen Fabrikdaten zu den Systemen, die mit ihnen arbeiten: Historian, MES, Analytics und der Unified Namespace, der OT und IT zusammenführt

Eine Siemens PLC mit MQTT zu verbinden, ist der Weg, auf dem Fabrikdaten zu den Systemen gelangen, die mit ihnen arbeiten. In einer Siemens-Anlage liegen diese Daten tief in der PLC. Das Ziel einer vernetzten Fabrik ist einfach: voller Zugriff auf die Siemens-PLC-Daten – jeder betrieblich relevante Wert, den die Steuerung hält, erreicht die Systeme, die damit arbeiten. OPC UA ist dafür der übliche Einstieg. Die dichtesten Steuerungen halten aber mehr, als ihre integrierten Server zeigen können. Wer an diese Grenze stößt, braucht einen zweiten Weg: das S7plus-Protokoll von Siemens (S7+), nativ und hochperformant, das über die Grenzen des integrierten Servers hinausreicht.


Expert article by

Dr. Diwaker Jha
Industrial Connectivity Expert, Cybus


Der blinde Fleck: 16.000 Tags, die MQTT nie erreichen

Voller Zugriff auf die Siemens-PLC-Daten heißt: Jeder Tag muss erreichbar sein. Doch die dichtesten Steuerungen halten mehr, als der integrierte Server zeigen kann. Ein Fall aus der Praxis: eine Siemens S7-1200 mit über 18.000 Tags. Der Kunde band sie über OPC UA an, die ersten paar Tausend Tags flossen – dann stoppte der Zähler knapp unter 2.000. Das ist das Node Limit des Servers: die Zahl der Tags, die er zeigen kann. Live-Updates sind ein eigenes Budget: rund 1.000 überwachte Elemente bei 1.000 ms Abtastrate, und nur noch etwa 100, sobald 100–500 ms gefragt sind. Die übrigen 16.000 Tags waren einwandfrei und vorhanden, lagen aber knapp jenseits dessen, was der integrierte Server zeigt. Bei komplexen Datentypen sinkt der Wert noch weiter, auf wenige Variablen – zu wenig für moderne, datenreiche Produktion.

Für Entscheider sind diese gesperrten Tags mehr als eine technische Hürde. Sie sind ein blinder Fleck. Historian, MES und Analytics-Dashboards können nur optimieren, was sie sehen. In komplexen Batch-Anlagen sind die unerreichbaren Variablen oft genau die wichtigsten: Ausbeute, Energieeffizienz, Qualitätskennzahlen. Der entscheidende Punkt: Der Kunde musste die Steuerung nicht anfassen. Er öffnete einfach den zweiten Weg – natives S7plus.

Siemens-Daten nach MQTT zu bekommen, ist keine Frage des Konnektors, sondern eine Architekturentscheidung: Ein Weg lässt Tags zurück, zwei Wege lassen nichts auf dem Shopfloor liegen.

— Dr. Diwaker Jha, Industrial Connectivity Expert, Cybus

OPC UA und S7plus: zwei Wege von der Siemens PLC zu MQTT

Steuerung aufteilen – oder mit S7plus einen zweiten Weg öffnen

Der klassische Weg an diesen Grenzen vorbei ist mühsam: die Steuerung aufteilen. Dazu kommen neue CPUs hinzu, die Logik wird auf sie verteilt, danach folgt eine komplette Neuverdrahtung und erneute Validierung – ein investitionsintensives Projekt mit erheblichem Stillstand.

Ein Factory-Data-Hub-Ansatz dreht diese Rechnung um. Mit S7plus, dem nativen Hochgeschwindigkeitsprotokoll von Siemens, bekommen Sie volle Sichtbarkeit in die vorhandene Hardware – bei gleicher CPU und gleichem Programm. Sie wählen nur den passenden Weg für die Datenmenge, die Sie brauchen. Cybus Connectware spricht beide: Sie starten mit OPC UA und wechseln auf S7plus, sobald Ihr Datenbedarf wächst.

Fazit: zwei Wege zu Ihren Siemens-Daten, ohne Re-Engineering

Viele Plattformen enden an der Grenze des integrierten Servers. Cybus Connectware spricht beides – OPC UA und natives S7plus – und bietet damit zwei Wege zu Ihren Siemens-Daten.

Die Alternative zu einem zweiten Datenweg ist das Re-Engineering der Steuerung: CPUs ergänzen, neu verbinden, neu validieren, die Linie steht die ganze Zeit. Produktionsstillstände sind teuer – Siemens‘ eigene Studie True Cost of Downtime 2024 beziffert ungeplante Stillstände auf 11 % des Jahresumsatzes bei den weltweit größten Herstellern. S7plus erspart diese Arbeit komplett: gleiche Steuerung, gleiches Programm, jeder Tag.

Als verlässliche Single Source of Truth zwischen OT und IT sorgt Cybus Connectware dafür, dass Ihre Infrastruktur nie zum Engpass wird. Ob offener Standard mit OPC UA oder volle Tiefe mit S7plus – der Weg ist bereits gebahnt. Lassen Sie nicht zu, dass ein integrierter Server die Intelligenz Ihrer Fabrik begrenzt.

Hören Sie auf, Daten zu migrieren, die Sie nicht sehen

Jeder Tag, den Ihr integrierter Server verbirgt, ist ein blinder Fleck in Historian, MES und Analytics. Cybus Connectware bringt sie alle nach MQTT: OPC UA zuerst, natives S7plus, wenn Sie jeden Tag brauchen – ohne Re-Engineering.


Hören Sie auf, Daten zu migrieren, die Sie nicht sehen

  • Wie verbindet man eine Siemens S7-1200 mit MQTT? Die Steuerung per OPC UA oder über das native S7plus-Protokoll auslesen und die normalisierten Tags anschließend an einen MQTT-Broker veröffentlichen. Cybus Connectware übernimmt sowohl das southbound-Auslesen als auch das northbound-Publishing nach MQTT in einer Plattform.
  • Warum erreichen über OPC UA nicht alle Tags MQTT? Der integrierte OPC-UA-Server einer S7-1200 endet bei rund 2.000 bereitgestellten Nodes – unabhängig davon, wie viele Tags die Steuerung tatsächlich hält. Jeder Tag jenseits dieser Grenze erreicht Ihre MQTT-Ebene über OPC UA allein nicht.
  • Was ist S7plus? S7plus (S7+) ist das native, hochperformante Protokoll von Siemens. Über Cybus Connectware stellt es jeden Tag bereit – im oben beschriebenen Praxisfall über 18.000 – ohne Node-Limit und mit Lesegeschwindigkeiten von rund 40 ms (einzeln) bis 100 ms (komplex), getestet auf der S7-1200.